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Histamin – Freund und Feind

Das biogene Amin Histamin wirkt im menschlichen Körper als Hormon und Neurotransmitter. Histamin spielt insbesondere bei Abwehrreaktionen des Körpers eine wichtige Rolle z.B. bei Allergien, Juckreiz, Entzündungen und Schmerz. Zu viel Histamin im Körper kann jedoch zu diversen, unangenehmen Beschwerden führen.

Histamin & Allergie

Wenn Histamin dem Körper zu schaffen macht

Während die meisten von uns dem wohltuenden Frühling und Sommer erwartungsvoll entgegenfiebern, haben Allergiker eine zwiegespaltene Sicht auf die pollenstarken Monate.

Eine überschießende Reaktion des Immunsystems auf eigentlich unschädliche Substanzen, bzw. deren Oberflächenstrukturen, den Antigenen, macht den Betroffenen schwer zu schaffen. Saisonale Pollen, Lebensmittel, Chemikalien, Tierhaare aber auch natürliche Substanzen wie Insektengifte, zählen dabei zu den typischen Allergenen. Die individuelle Allergiebereitschaft ist abhängig von genetischen Faktoren, dem Darmmikrobiom, diversen Umweltfaktoren und von den Schadstoffbelastungen, die teilweise zu einer massiven Beeinträchtigung im Alltag führen.

Allergiker sind ihrem überaktiven Immunsystem jedoch nicht hilflos ausgeliefert, sondern können sich durch Beachtung einiger Hinweise in ihrem Alltag und durch gezielte Unterstützung aus der orthomolekularen Medizin rüsten, um besser durch die Allergiezeit zu kommen.

Histamin & ALlergie

Histamin im Zentrum der Allergie

Neben Leukotrienen und Prostaglandinen, spielt Histamin die zentrale Rolle beim Ablauf einer allergischen Reaktion und kann abhängig von der Konzentration im Blut und Wirkort (bzw. Rezeptorausbildung) diverse Symptome verursachen. Neben den klassischen Symptomen, wie Schnupfen, Tränenfluss, Niesen, kann es so auch zu gastrointestinalen Beschwerden, wie Durchfall und Krämpfen kommen. Im kardiovaskulären System führt die Histamin getriggerte Vasodilatation zu Kopfschmerzen und Blutdrucksenkung, im zentralen Nervensystem kommt es zu Schwindel, Übelkeit, Konzentrations- und Schlafstörungen. Durch eine vermehrte Östrogenausschüttung, können Zyklusstörungen auftreten. Die Haut kann bei hohen Histaminspiegeln eine Flush Symptomatik und Nesselsucht ausbilden.

„Worst case“ einer Typ I Reaktion ist der anaphylaktische Schock mit lebensbedrohlicher Atemwegsverengung und Hypotonie der zwingend notfallmedizinisch behandelt werden muss.

Symptome in Abhängigkeit von der Histamin-Plasma Konzentration:

Histamin (ng/ml) Effekt
1-2 Magensäuresekretion steigt, Herzschlag steigt
3-5 Tachykardie, Kopfschmerzen, Flush Urticaria, Juckreiz
6-8 arterieller Blutdruck sinkt
7-12 Bronchospasmus
~ 100 Herzstillstand
Histamin & ENzyme

Histamin Metabolismus

Das biogene Amin Histamin geht aus der Aminosäure Histidin hervor, wird von Mastzellen, basophilen Neuronen und den enterochromaffinen Zellen im Darm gebildet und bei Bedarf ausgeschüttet. Der Abbau von Histamin ist abhängig von der Lokalisation und erfolgt enzymatisch entweder über die Diaminooxidase (DAO) oder die Histamin-N-methyltransferase (HNMT).

Die DAO ist für den oxidativen Abbau von extrazellulärem Histamin verantwortlich. Dabei spielt es vor allem bei Histamin aus Lebensmitteln eine entscheidende Rolle. Die Expression erfolgt ausschließlich im Dünndarm, Dickdarm, der Niere und der Plazenta. Eine verringerte DAO-Aktivität wird deshalb auch auf eine eingeschränkte Darmfunktion durch Entzündungen, Dysbiosen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten zurückgeführt.

Bei der Histaminintoleranz besteht zum einen ein Überangebot an Histamin durch erhöhte Allergenexposition, histaminbildende Mikrobiota, Darmentzündungen, stark histaminlastige Ernährung oder einer hormonellen Dysbalance. Hauptursache ist jedoch der mangelnde Histamin Abbau durch eine einschränkte DAO-Aktivität. Genetische Polymorphismen oder Enzymeinschränkungen durch Cofaktormangel oder kompetitive Hemmung (Alkohol, Medikamente, andere Amine wie Tyramin, Putrescin) können hier die Ursache sein. Auch bei Migränepatienten sieht man einen möglichen Zusammenhang, da häufig eine niedrige DAO-Aktivität gemessen wird und Migräneattacken oft nach histaminreichen Lebensmitteln (Wein, Schokolade, Käse) auftreten. Histamin führt über NO-Aktivierung zu einer gesteigerten Vasodilatation, die bekannterweise auch eine Migräne einleitet. Auch zyklusabhängige Kopfschmerzen oder Zyklusstörungen können Anzeichen einer Histaminintoleranz sein. Während einer Schwangerschaft, bei der die Plazenta sehr hohe DAO-Spiegel bildet, können Symptome der Histaminunverträglichkeit zurück gehen.

Histamin Reduzieren

Gut gerüstet auf allen Ebenen

Um den zentralen Botenstoff Histamin in Schach zu halten, kommen schulmedizinisch Antihistaminika (Antagonisierung der Histamin Wirkung durch Rezeptorblockade) oder Mastzellstabilisatoren (Hemmung der Histamin Ausschüttung) zum Einsatz. Bei mangelnder Wirksamkeit oder anhaltender Beeinträchtigung der Lebensqualität kann sich die Berücksichtigung weiterer Faktoren positiv auswirken.

Darmunterstützung
Allem voran darf der Darm hier nicht außer Acht gelassen werden, denn er ist nicht nur die wichtigste Barriere gegenüber allergenen Substanzen, sondern auch Hauptort der DAO-Produktion. In Studien wird eine mangelnde Diversität des Mikrobiom in Zusammenhang mit einer erhöhten Allergiebereitschaft gebracht. Zudem führt eine Dysbiose der Darmflora zu Verdauungsstörungen, wobei es durch Vergärung von Nahrungsbestandteilen zur Bildung weiterer biogener Amine kommen kann (z.B. Agmatin, Putrescin, Cadaverin). Diese werden ebenfalls über die DAO verstoffwechselt, sodass Histamin nicht ausreichend umgesetzt werden kann. Verdauungsstörungen führen langfristig zu Entzündungen, wodurch wiederum der Histaminspiegel steigt. Untersuchungen zeigen positive Effekte von kurzkettigen Fettsäuren auf Lebensmittelallergien durch Steigerung der regulatorischen T-Zellen und antientzündlicher Zytokine.

Den Darm vor Allergenen rüsten

Darmintegrität Glutamin
Schleimhautaufbau Resistente Stärke, Inulin Probiotika
Entzündungshemmung Omega-3-Fettsäuren, Schwarzkümmelöl, Curcumin, Vitamin D3
Histamin reduzieren

Histaminabbau unterstützen

Wie bereits erwähnt, gewährleistet ein intakter Darm die Bildung des benötigten DAO-Enzyms. Bei genetischen Defekten oder mangelnder DAO-Aktivität kann eine zusätzliche Ergänzung des Enzyms erwogen werden. Da auch die histaminabbauenden Enzyme DAO und HNMT in ihrer Funktion von Cofaktoren abhängig sind, sollte hierbei unbedingt auf eine ausreichende Versorgung geachtet werden.

Histaminabbau unterstützen

Cofaktoren DAO Kupfer, FAD (Vitamin B2 abh. Coenzym)
Cofaktoren HNMT

SAM (Magnesium, Folsäure, B12, B6)

Cofaktoren ADH Zink, Vitamin C, NAD
Cofaktoren MAO-B FAD
Meiden von Enzymhemmern (Medikamente, Sonstige) z.B.: Alkohol, ACC, Metamizol, Verapamil, Metronidazol, Metoclopramid, Dihydralazin, Amitriptylin, ASS

Nachdem Alkohol ein potenter Hemmer der DAO ist und gleichzeitig einen hohen Histamingehalt aufweist, sollten massiv geplagte Allergiker besser darauf verzichten. Auch Medikamente können die Aktivität der histaminabbauenden Enzyme hemmen. Hier kann jedoch nur der Arzt entscheiden, wie verfahren wird und inwiefern eine Therapiealternative in Betracht gezogen werden sollte.

Histamin & Allergie

Allergie – was im Körper passiert

Die klassische Form der Allergie ist die Typ I Immunreaktion, bei der IgE-Antikörper nach wenigen Minuten für die entsprechende Immunantwort sorgen. Vorausgegangen ist ein erster Allergenkontakt, der als Sensibilisierung bezeichnet wird und für die entsprechenden IgE-Antikörperbildung gegen das jeweilige Antigen verantwortlich ist.

Ein erworbenes Ungleichgewicht der regulatorischen T-Zellen und T-Helfer Zellen mit Dominanz der TH2-Helfer Zellen, scheint ursächlich zu sein für die Überproduktion der IgE-Immunglobuline.

Substanzen mit ähnlichen Oberflächenstrukturen können dabei die gleiche Antikörperreaktion auslösen, was als Kreuzreaktion bezeichnet wird. So reagieren z.B. Birkenallergiker auch empfindlich auf rohe Äpfel und Kartoffeln.

Histamin & Hormone

Zusammenhang Histamin und Hormone

Spannend ist die Wechselwirkung zwischen Histamin und anderen Hormonen. Vor allem Östrogen scheint eng mit Histamin gekoppelt zu sein. Hohe Östrogenspiegel beeinträchtigen die DAO und steigern die Sensitivität der Mastzellen. Andersherum führen hohe Histaminspiegel zur einem Östrogen Anstieg, wodurch es zur Dysmenorrhoe kommen kann.

Progesteron hingegen erhöht die DAO-Expression. Während der Schwangerschaft produziert die Plazenta hohe DAO-Mengen und Histaminintoleranzen bessern sich während dieser Zeit. Histamin beeinflusst den GABA Status, kann den zirkadianen Rhythmus stören und zu Schlafstörungen führen.

Die zytosolisch lokalisierte HNMT ist hingegen intrazellulär aktiv und wird ubiquitär in den Geweben exprimiert. Besonders hohe Konzentrationen weisen Leber, Nieren, Milz, Darm, Geschlechtsorgane, Rückenmark und Bronchien auf. Der Histaminmetabolismus erfolgt hier über einen initialen Methylierungsschritt. Eine reduzierte HNMT-Aktivität ist assoziiert mit Asthma Bronchiale und Lebensmittelallergien.

Die MAO-B (Monoaminooxidase B) und Aldehyddehydrogenase sind an den weiteren Stoffwechselwegen der Produkte aus den Hauptabbauwegen (durch DAO und HNMT) beteiligt und übernehmen dadurch nur eine untergeordnete Rolle im Histaminabbau.
Histamin reduzieren

Vermeiden von Histamin

Um den Körper in der Allergiezeit zu schonen, sollte die Histaminbelastung möglichst niedrig gehalten werden. Dazu empfiehlt es sich bekannte Allergene und ihre Kreuzallergene bestmöglich zu meiden. Das gleiche gilt für histaminreiche Lebensmittel und auch jene, die selbst evtl. wenig Histamin enthalten, jedoch dessen Freisetzung fördern (Histaminliberatoren), wie beispielsweise Zitrusfrüchte. Besonders reich an Histamin sind Lebensmittel aus mikrobieller Fermentation (z.B. Sauerkraut, Wein, reifer Käse), da Pilze und gewisse Bakterien eine sehr hohe Histidin-Decarboxylase Aktivität aufweisen und somit viel Histamin aus Histidin gebildet wird. Aus diesem Grund sind auch mikrobiell verdorbene Nahrungsmittel stark histaminhaltig. Da die Mastzellen für die Histaminausschüttung zuständig sind, können Substanzen mit stabilisierender Wirkung hier besonders effektiv sein. Lebensmittel mit hohem Anteil an biogenen Aminen (z.B.: Tyramin, Putrescin, Spermidin) können bei sehr empfindlichen Personen ebenfalls zu Beschwerden führen, da die gleichen Stoffwechselprozesse ablaufen und dadurch die Kapazitäten für den Histaminabbau stark eingeschränkt wird.

Histamin vermeiden 

Beispiele für Allergene und Ihre Kreuzallergene Birke: Apfel, Pfirsich, Pflaume, Birne, Kirsche, Aprikosen, Mandeln, Karotte, Sellerie, Avocado, Linsen, Pastinake, Petersilie, Kümmel, Fenchel, Koriander, Anis, Sojabohnen, Erdnüsse, Haselnüsse, Gewürze, Bohnen,
Gräser: Kiwi, Apfel, Melonen, Tomaten, Orangen, Kartoffel, Kirsche, Pfirsich, Erdnüsse, Paprika
Beifuß: Senf, Sellerie, Karotten, Petersilie, Blumenkohl, Brokkoli, Weißkohl, Zwiebeln, Knoblauch, Fenchel, Koriander, Anis, Pfeffer
Ambrosie: Melonen, Zucchini, Gurke, Banane
Beispiele für Histaminreiche Lebensmittel

Sauerkraut, Wein, Käse, Fleisch, Wurst, Fisch, Meeresfrüchte, Spinat, Soja, Aubergine, Avocado, Oliven, Rukola, Tomaten, Bananen, Erdbeeren, Orangen, Konserven, Fermentierte Produkte, Algen, Kakao,  Kaffee, Schwarzer Tee, Süßholz, Hefe, Bohnen-/Hülsenfrüchte, Curry,

Beispiele für Aminreiche Lebensmittel Soja, Wein, Sauerkraut, Wurst, Käse, Fisch
Beispiele für Histaminliberatoren

Zitrusfrüchte, Papaya, Erdbeeren, Ananas, Nüsse, Tomaten, Spinat, Schokolade, Fisch, Schweinefleisch, Eiweiß, Hülsenfrüchte, Eier

Beispiele für Mastzellstabilisatoren Quercetin, Curcumin, Vitamin C, Calcium

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